Das Wachstum der Craft Beer Industrie

beerMit dem Trend aus den USA, den Craft Beer Brauereien, geht es eher paradox zu: mit abnehmender Zahl an Bierkonsum und Produktion seit der Rezession in 2008 nahm die Zahl der Brauereien um mehr als 70% zu. Bei fast allen dieser Brauereien handelt es sich um Mikrobrauereien, die sich auf individuelle Biersorten spezialisieren und dem Craft Beer seinen Namen geben. Während sich diese unzähligen kleinen Brauereien Marktanteile der großen Unternehmen sichern, nutzt die alteingesessene Konkurrenz den Moment, um sich neu zu erfinden und neue Biersorten gemäß dem Craft Beer Trend zu entwickeln, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Anders als in Deutschland, wo die Mikrobrauerei schon lange zu Hause ist, nahm zum Beispiel auch im Vereinigten Königreich die Zahl der Start-Ups um mehr als die Hälfte zu. Um diesen Schritt auch dem einfachen Mann zu ermöglichen, gibt es staatliche Unterstützung in Form von Steuervergünstigungen und Incentives. Aber nicht nur in Britannien ist die Zahl der Brauereien stark gewachsen, auch in den Wein- Ländern wie Spanien und Frankreich gewinnt das Craft Beer an Popularität.

Da der Konsum selber innerhalb Europas zurückgeht, aber die Produktion und die Zahl der Mikrobrauereien zunimmt, zeugt das Herstellen von Craft Beer von starkem globalen Exportpotential. So bilden zum Beispiel Craft Brewer in Japan eine große Wettbewerbsmacht, wenn es um den Export von Craft Beer geht. Der Trend richtet sich wie beim Essen nach der Qualität statt Quantität: weniger, aber dafür besser und individueller. Das erklärt die Zunahme an kleinen Mikrobrauereien, die Craft Beer als Nischen-Produkt produzieren. Es gibt mehr Sorten und verschiedene Geschmacksrichtungen, neue Aromen, um die Konsumenten für Neues begeistern zu können.

Aber sogar in den Bier- Hauptzentren wie Deutschland, Tschechien und Österreich, wo mehr Bier als woanders auf der Welt konsumiert wird, hat der Konsum abgenommen. Experten zufolge liegt das aber daran, dass die Leute seltener auswärts Essen gehen.