Die Craft Beer Bewegung – ein Angriff auf die Großen?

Bislang ist ein Ende des Craft Beer Trends noch nicht abzusehen. Was früher oft ein Nischendasein pflegte, kann für etablierte Brauereien zum ernsthaften Problem werden. Der generelle Trend zum Biertrinken ist rückläufig, lediglich die Craft Beer Szene ist am Wachsen. Wenn nun insgesamt weniger Bier verkauft wird und Marktanteile von den kleinen Craft Beer Brauereien besetzt werden, kann dies auch für die ganz großen Brauereien zum Problem werden.
Zu lange haben die etablierten Brauereien die Craft Beer Bewegung unterschätzt. Doch nur langsam regt sich Wiederstand. Die großen Brauereien müssen dem neuen Trendgetränk nun etwas entgegensetzen, oder es selber herstellen.
Ein eingeschlagener Weg der großen Brauereien ist es, selber das Craft Beer herzustellen. Dies klappt aber nur mittelmäßig gut, da die Craft Beer Bewegung vom Image des kleinen Braumeisters lebt und ein NischendasCraft Beerein pflegt. Da ist es einfach schwierig ein Craft Beer herzustellen, wenn dies von einer großen Brauerei kommt. Ein Imagewechsel kann viel Zeit in Anspruch nehmen und auch viel Geld kosten.
Eine andere Variante die einige große Hersteller verfolgen ist das Aufkaufen kleinerer Brauereien. Sobald eine kleinere Brauerei mit einem guten Image übernommen wurde kann die Produktion hochgefahren werden. So kann nicht nur ein Konkurrent vom Markt genommen werden, sondern es wird auch ein erster Fuß in den Craft Beer Markt gesetzt, der den Wettbewerbern Druck macht.
Ob diese Strategie jedoch langfristig erfolgreich ist, wird die Zukunft zeigen. Schon öfters haben Kunden ihre Lieblingsbrauerei gewechselt, nachdem diese von einem großen Konzern übernommen wurde.
Von daher ist es eine schwierige Aufgabe für die etablierten Unternehmen am Craft Beer Trend teilzunehmen. Aber auch die kleinen Craft Beer Brauer müssen kämpfen, da das Bier in wesentlich geringeren Stückzahlen produziert wird und dadurch deutlich teurer ist.
Wer welche Marktanteile gewinnt und wer sich längerfristig am Markt behaupten kann wird die Zukunft zeigen. Aber schon jetzt lässt sich erkennen, dass neuer Wettbewerb dem Markt sichtlich gut tut und auch neue, abwechslungsreiche Geschmäcker ihre Stellung halten können.